Kraftwerk Peenemünde

Heeresversuchsanstalt Peenemünde - Kraftwerk

Das Kraftwerk Peenemünde ist ein stillgelegtes Kohlekraftwerk in Peenemünde auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern. Es wurde Anfang der 1940er Jahre zur Energieversorgung des Heeresversuchsanstalt Peenemünde errichtet und bis 1990 betrieben. Das als Baudenkmal eingestufte Kraftwerk ist mit seinen Leitsystemen fast vollständig erhalten. Fördertechnik und ist das größte Industriedenkmal Mecklenburg-Vorpommerns. Ein Teil der Installation wird heute vom Historisch-Technischen Museum Peenemünde genutzt. Die alte Turbinenhalle wird für Konzerte genutzt.


Das historisch-technische Museum im ehemaligen Heeresversuchsanstalt in Peenemünde


Aufgrund des großen Interesses an den zerstörten Anlagen und der Aufarbeitung der Zeit von 1936 bis 1945 entstand 2003/2004 auf dem ehemaligen Gelände der Forschungsanstalt des Heeres das Historische und Technische Museum mit dem alten Bunker als Eingang. Das Herzstück des Museums Peenemünde ist das gigantische ehemalige Kraftwerk der Heeresversuchsanstalt mit der Ausstellung zur Geschichte der deutschen Raumfahrt und Luftfahrt.

Damit informiert das Museum über einen der spektakulärsten technischen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts. Ein Teil der Ausstellung beschäftigt sich auch mit dem Know-how der Peenemünder Raketenbauer nach 1945 und der Weiterentwicklung der Raumfahrt nach Westen und Osten.

Öffnungszeiten

  • April-September – 10:00 Uhr – 18:00 Uhr
  • Oktober-März – 10:00 Uhr – 16:00 Uhr
  • November-März – Montag geschlossen

Eintrittspreise

  • Eintritt, regulär – 9,00 €
    inkl. alle Dauer- und Sonderausstellungen
    inkl. Kino
  • Eintritt, ermäßigt – 6,00 €
    Studenten, schulpfl. Kinder, Schwerbehinderte
    Gruppen ab 15 Personen

Allgemeines über das Kohlekraftwerk in Peenemünde


Das Kohlekraftwerk in Peenemünde wurde zwischen 1939 und 1942 gebaut. Da es nach dem Krieg nicht wie alle anderen Werke in Peenemünde explodierte, konnte es bis 1990 in der DDR weiter genutzt und Strom erzeugt werden Das einzige vollständig erhaltene Großgebäude der ehemaligen Forschungsanstalt ist 92 Meter lang und 34 Meter hoch und ist das größte Industriedenkmal Mecklenburg-Vorpommerns. Seit 2000 beherbergt es die Dauerausstellung des Historisch-Technischen Museums mit seinen Nebengebäuden.

Das Kraftwerk diente einst als wichtige Infrastruktur bei der Serienfertigung von Raketenstarts – vor allem um den hohen Energiebedarf für die Produktion von flüssigem Sauerstoff als Treibstoffkomponente zu decken.


Leistung und Funktion des Kraftwewrks


Die Anlage hatte eine Leistung von 30 Megawatt, die in zwei Turbogeneratoren erzeugt wurde. Sie versorgte aber nicht nur die Forschungsinstitute mit elektrischer Energie, sondern nutzte die Abwärme auch zur Beheizung der Anlagen über ein Fernwärmesystem. Gesteuert wurde der ganze Prozess von einer Leitwarte, einem separaten Gebäude, von dem aus später ein zweites, aber nicht mehr gebautes Kraftwerk hätte gesteuert werden sollen. Der Kontrollraum ist auch ein Luftschutzbunker, ein Hochbunker mit bis zu zwei Meter dicken Wänden und Decken. Eine vorbeugende Maßnahme des Luftschutzes war die Reinigung der Abgase, so dass nur ein kleiner sichtbarer Rauch durch die Schornsteine entwich. Dies soll die Geheimhaltung des Systems fördern.


Informationen über den Kraftwerksbau


Für den Bau und die technische Ausstattung zeichnete die Siemens-Schuckert AG verantwortlich. Zum Schutz vor Hochwasser wurde der Keller mit knapp drei Metern Sand gespült und mehr als 2.000 Stahlbetonpfähle zur Sicherung des Gebäudes in den Boden gerammt. Über 5.000 Tonnen Eisen, über 2,5 Millionen Steine und 90.000 Kubikmeter Kies wurden verbaut. Aus funktionaler Sicht war es nicht notwendig, die Fassade mit Ziegeln zu verkleiden, sondern sollte die voluminöse Wirkung des Gebäudes betonen und den Eindruck einer „Kathedrale der Moderne“ erwecken. Die Anlage wurde im November 1942 in Betrieb genommen.

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